Johanniskraut - Nervenkraft und Stabilität

In der Mittsommerzeit leuchtet das Johanniskraut mit seinen goldgelben Blüten, die mit kleinen Tüpfeln/Öldrüsen versehen sind. Johanniskrautblüten enthalten den roten Farbstoff Hypericin. Zerdrückt man die Blüten zwischen den Fingern, tritt das rote „Elfenblut“ hervor.

Eine Legende erzählt, dass das Kraut so gut und heilkräftig sei, dass der Teufel in seinem Zorn mit einer spitzen Nadel darüber herfiel und es tausendmal durchlöcherte, um seine Kraft zu zerstören. Der Beweis für diese Untat sind die vielen schwarzen Pünktchen, die - gegen das Licht gehalten - wie Nadelstiche aussehen. Daher rührt der lateinische Namenteil „perforatum“.

In der Naturheilkunde und der Volksheilkunde wird Johanniskraut als Nerven- und Wundheilmittel verwendet.

Äußerlich auf der Haut aufgetragen eignet sich das Johanniskrautöl – das wegen seiner Farbe auch als Rotöl bekannt ist – hervorragend bei Wunden, Quetschungen, Hautschürfungen, Verbrennungen und Verbrühungen. Nach dem Einreiben sollte direktes Sonnenlicht vermieden werden! Außerdem ist es heilsam für Narben, bei Neuralgien und Nervenentzündungen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, rheumatischen Beschwerden, Krampfadern, Hämorrhoiden, Hexenschuss und Ischias.

Zubereitung von Rotöl

Trockene, frisch gesammelte Blüten bis zur Hälfte in ein klares Schraubglas füllen und mit kaltgepresstem Olivenöl aufgießen. Alle Blüten müssen vollständig vom Öl bedeckt sein. Gut verschließen, 6 Wochen draußen in direkter Sonne stehen lassen und täglich einmal schütteln. Anschließend abseihen und in dunkle Gläser abfüllen. Das Rotöl eignet sich sehr gut für Massagen, weil es körperliche und seelische Verspannungen löst. Da das Öl ein wunderbares Nervenheilkraut ist, empfehle ich es auch bei Schuppenflechten (Psoriasis) und Lippenherpes.

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